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SunSirs: Weltweite Ethylenkapazität erreicht in diesem Jahr Rekord von 14,6 Millionen Tonnen, wobei China mehr als die Hälfte davon ausmacht

February 24 2026 09:45:15     

Laut den neuesten Daten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) wird die Welt im Jahr 2026 eine Netto-Ethylen - Kapazität von 14,6 Millionen Tonnen in Betrieb nehmen - ungefähr doppelt so hoch wie die durchschnittliche jährliche Expansion in den letzten fünf Jahren - und einen neuen Rekord für jährliches Wachstum aufstellen. China wird im Jahr 2026 56% der weltweiten Netto-neuen Ethylen - Kapazität ausmachen und ist damit der Schlüsseltreiber dieses Expansionszyklus.

Die Behörde geht davon aus, dass der Großteil dieser neuen Ethylenkapazitäten höchstwahrscheinlich in Betrieb genommen wird. Über 13 Millionen Tonnen pro Jahr der neuen Kapazitäten werden aus weltweit führenden Cracker-Projekten stammen, die von globalen Öl- und Chemieunternehmen unterstützt werden und sich bereits in der späten Bauphase befinden. Beispiele hierfür sind Chinas Huajin Aramco und Fujian Gulang Cracker-Projekte, das Borouge IV-Projekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Südkoreas Shaheen-Projekt und das Golden Triangle-Projekt in den USA.

Polyethylen (PE) wird als der Schlüsseltreiber für diesen Anstieg der Ethylenkapazität angesehen. Die Daten der Agentur deuten darauf hin, dass die neue Polyethylenkapazität voraussichtlich im Jahr 2026 einen Rekordwert von 14,7 Millionen Tonnen erreichen wird, verglichen mit einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 5,4 Millionen Tonnen in den letzten fünf Jahren. Dieser Anstieg beruht hauptsächlich auf zwei Quellen: Chinas aggressiver Vorstoß in Richtung Polyethylen-Selbstversorgung (China ist nach wie vor ein bedeutender Importeur von Polyethylen) und eine Welle von Projekten für ethhanbasiertes Polyethylen in den Vereinigten Staaten, dem Nahen Osten und Russland.

Bloomberg New Energy Finance prognostiziert auch einen signifikanten Anstieg der globalen Propylenkapazität bis 2026, allerdings mit geringerer Sicherheit als für Ethylen. Daten zeigen, dass etwa 13,1 Millionen Tonnen weltweite Propylenkapazität bis 2026 in Betrieb genommen werden könnten. Während dies einen Rekord für das Kapazitätswachstum aufstellen würde, werden etwa 6 Millionen Tonnen aus Propan-Dehydrogenationseinheiten (PDH) stammen. Der Fortschritt bei diesen Projekten ist weniger stabil als bei groß angelegten Cracking-Anlagen. Darüber hinaus könnten viele PDH-Projekte mit der Erreichung Chinas der Selbstversorgung in Polypropylen (PP) stehen bleiben.

Darüber hinaus wird die Kapazitätserweiterung für andere Derivate wie Polyvinylchlorid (PVC) und Styrol verlangsamt. Die Behörde stellte fest, dass China in den letzten Jahren eine aggressive Entwicklung dieser Chemikalien vorangetrieben hat, aber neue Kapazitätserweiterungen nach 2026 werden voraussichtlich minimal sein.

Insbesondere ist die petrochemische Industrie derzeit mit einem Überangebot konfrontiert, wobei das Kapazitätswachstum für Basischemikalien wie Ethylen und Propylen seit Jahren die Nachfrage deutlich überholt. Bis 2026 wird sich diese Lücke zwischen Angebot und Nachfrage weiter vergrößern, wobei das Überangebot von Ethylen besonders ausgeprägt ist.

Fitch Ratings hält seinen negativen Ausblick für die globale Chemieindustrie bei und nennt anhaltende strukturelle Ungleichgewichte und Marktschwäche als Hauptprobleme. Selbst bei Ausfällen von Kapazitäten in einigen Regionen werden neue Kapazitätserweiterungen das Nachfragewachstum noch übertreffen. Dai Yifan, Senior Director am Nanhua Futures Research Institute, wies auch darauf hin, dass der derzeitige Chemiemarkt seine schlimmsten Spot-Marktbedingungen seit fast sieben bis acht Jahren erlebt. Mit Blick auf das Jahr 2026 werden die anhaltenden hohen Kapazitätserweiterungen das Überschussproblem akut halten und die Branche potenziell in ein „Jahr des Rückgangs" führen.

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